St. Matthias-Schützenbruderschaft Reifferscheid


Brudermeister: Kathi Koenn

Stv. Brudermeister: Achim Kirfel
Kassierer: Gertrud Schruff
Schriftführer: Nikolaus Kirfel
Schießmeister: Dieter Koenn
Jungschützenmeister: Achim Kirfel
Kommandant: Wolfgang Linden

Am 17. Nov. 1957 wurde die St. Matthias-Schützenbruderschaft Reifferscheid aufgrund einer Initiative des Oberpfarrers Wilhelm Kliewer von 44 Männern der Pfarrgemeinde gegründet.

Zur Gründungsversammlung waren auch zahlreiche Schützenbrüder benachbarter Bruderschaften erschienen, unter ihnen auch Bezirks-Bundesmeister Jos. Lorenz Thurmüller und sein Vertreter Peter Dreßen. Der damalige Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Fürst zu Salm-Reifferscheid-Dyck, sandte ein Grußtelegramm.

Erste Aufgabe war es, eine Schützentracht zu erwerben. Die Bruderschaft, die praktisch ohne Geldmittel war, hat die Kosten für einen Hut und ein Jackett vorfinanziert und konnte so bereits am 2. März 1958 aus Anlass des Patronatsfestes St. Matthias zum ersten Mal mit der Schützentracht in der Öffentlichkeit auftreten.

Im Frühjahr 1958 wurde im Hand- und Spanndienst eine 50-Meter-Kleinkaliberschießbahn angelegt und ein provisorischer Schützenstand errichtet. Das Grundstück – zunächst kostenlos zur Verfügung gestellt – wurde im Jahre 1960 gekauft. Die Einweihung erfolgte anlässlich des 1. Schützenfestes am 24. August 1958 durch den Präses Herrn Oberpfarrer Kliewer.

Am 18. Mai 1958 konnte die Bruderschaft ihre Fahne weihen und der Öffentlichkeit vorstellen. Im gleichen Jahr stiftete die Familie Willy Müller aus Bruch eine Königskette, die von dem Kevelaerer Kunst- und Goldschmied Max von Oyen hergestellt worden ist.
Nach langen Vorbereitungen, die bis in das Jahr 1962 zurückreichten, war es 1966 möglich mit den entsprechenden Bauarbeiten des Schützenhauses zu beginnen. Durch Beihilfe des Landes, des Kreises und der Gemeinde Hellenthal sowie durch Hand- und Spanndienste und mit eigenen Barmitteln konnten die Gesamtkosten von rund 61000 DM bestritten werden.

Eine Erweiterung des Schützenhauses, die mit 100 000 DM zu Buche schlug, erfolgte in den Jahren 1979 und 1980.
1997 wurde die Kleinkaliber-Schießbahn auf vier Stände erweitert und den neusten gesetzlichen Anforderungen angepasst.

Mittlerweile wurde im Schützenhaus erneut in Eigeninitiative eine sehr schöne Theke eingebaut, der Hof gepflastert und ein behindertengerechter Zugang geschaffen, so daß es auch für öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen genutzt werden kann.
Jedes Jahr führt die Bruderschaft einen Einkehrtag durch. Das Christkönigsfest und das Fest des hl. Sebastianus verpflichtet die Schützen zur gemeinsamen hl. Kommunion. Außerdem nehmen alle Schützen an der Fronleichnamsprozession teil.

In der 50-jährigen Geschichte der Bruderschaft ist sicherlich Vieles geleistet worden. Ohne den großen Idealismus vieler Mitglieder wäre dies aber nicht möglich gewesen. Allen, die mitgeholfen haben, diese Leistungen zu vollbringen, gilt daher unser Dank.

Möge auch in Zukunft dieser Geist lebendig bleiben, dann wird die Bruderschaft auch in der nächsten Generation ihren Weg gehen.