St. Brigida-Schützenbruderschaft Keldenich
Präses: Diakon Bernhard Steyer

1. Brudermeister: Heinz-Peter Metzen
2. Brudermeister: Werner Hensch
1. Kassiererin: Kerstin Schmitzt
1. Schriftführer: Michael Metzen
1. Schießmeister: Karl-Josef Nelles
1. Jungschützenmeister: Karl-Josef Nelles
1. Kommandant: Dieter Müller
1. Archivarin: Hannelore Hensch
Die Schützenbruderschaft Keldenich ist die jüngste Bruderschaft im Bezirksverband Schleiden. Am 18. Sept. 1979 wurde die Bruderschaft gegründet. Dem ersten Vorstand gehörten an: Rolf Schilken als Vorsitzender (und Initiator der Bruderschaft), Pastor Robert Bruchhausen als Präses, Hans Kaiser als stellvertretender Vorsitzender, Karl-Heinz Geschwind als Kassenverwalter, Dieter Müller als Geschäftsführer und Hubert Heinen als Schießmeister.

In den ersten Jahren musste vieles improvisiert werden. Das Vogelschießen selbst fand auf einem provisorisch hergerichteten Schießstand in Keldenich ”Auf der Kier“ statt. Auf den ersten Schützenfesten wurde die alte noch gut erhaltene Fahne eines ehemaligen Keldenicher Dorfvereines durch die Orte getragen. Ihre Aufschrift lautet: ”Junggesellen und Theaterverein 1901-1930 Keldenich“, „Mutig bei der Arbeit“ und „Demütig beim Gebet!“.

1984 war es dann soweit. Der Verein ließ seine eigene Fahne anfertigen, die in einem feierlichen Hochamt vom Präses Pfarrer Robert Bruchhausen geweiht wurde. Gewidmet ist die Fahne der heiligen Brigida, Schutzpatronin der Tiere. Sie ist auf der Rückseite der Fahne dargestellt und als Statue in der Keldenicher Kirche zu sehen.

1987 wurde das Schützenhaus nach zweijähriger Bauzeit fertig gestellt. Der noch sehr jungen Bruderschaft konnte dies nur gelingen aufgrund reichlicher Gelder aus Köln sowie einer enormen Eigenleistung.

Fast alle Schützen haben sich durch Fleiß und Tat an den Baumaßnahmen beteiligt. Das Schützenheim besteht aus einem großen Versammlungsraum, einer Küche, sanitären Anlagen und einer 50 Meter voll überdachten Schießanlage. Ein paar Jahre später wurde die Anlage noch durch eine 20 x 6 Meter große, einseitig offene Halle ergänzt. In den letzten Jahren wurde auch der Außenschießstand mit einem Pavillon teilweise überdacht.

Die Schützenbruderschaft versteht sich nicht nur als Schießsportgemeinschaft sondern wirkt auch bei vielen kirchlichen Festen mit; besonders am Brigidafest (Segnung von Brot und Salz), sowie an Fronleichnam; die Abendprozession zur Lourdes-Kapelle wird ebenfalls mitgestaltet, indem mit Pechfackeln an Treppen geleuchtet, den Musikern und den Prozessteilnehmern für Licht gesorgt wird.

Nach alter Tradition ist an Christi Himmelfahrt eine Prozession zum Tanzberg. Hier war einige Jahrhunderte lang eine Blei- und Eisenerzgrube. Bei einem Grubenunglück sollen sehr viele Menschen umgekommen sein. Als Erinnerung daran findet die alljährliche Prozession unter Beteiligung der Bruderschaft statt.

Auch auf dem schießsportlichen Sektor konnte die Bruderschaft schon mehrere große Erfolge erzielen. 1995 gelang es Werner Hensch Bezirksschützenkönig zu werden. Dieses Ziel erreichte auch Heinz-Peter Metzen im Jahr 2004. Dann kam jedoch der Höhepunkt: Im Herbst 2005 setzte sich Heinz-Peter Metzen im Schießen um den Bundesschützenkönig gegen seine mitkämpfenden Könige durch und erreichte das höchste Ziel im Schießsport der Schützen:

”Heinz-Peter Metzen Bundesschützenkönig 2004/2005“



Im Juni 2005 wurde in Kall ein rauschendes Bundesschützenkönigsfest mit einigen tausend Gästen des Bundesverbandes gefeiert. Die wichtigsten Programmpunkte waren: gemeinsamer Gottesdienst aller Vereine, Ehrungen und Grußworte in der Bürgerhallte und der anschließende große Festzug. Eine Tombola zu Gunsten der Hilfsgruppe Eifel zur Förderung tumor- und leukämiekranker Kinder erbrachte einen Erlös von 1.800 Euro.

Dieses Fest konnte nur gelingen durch die vielen ehrenamtlichen Helfer aus den Bruderschaften unseres Bezirks sowie aus den Ortsvereinen. An dieser Stelle möchte sich die Bruderschaft nochmals ganz herzlich für die Hilfe bedanken.