Die Hutsammlung anlässlich des Bezirksschützenfestes in Keldenich wurde "zur Bank gebracht"
„Maria immer hilf“, so steht es über der Eingangstür zur Lourdes-Kapelle in Keldenich unterhalb der Lourdesstraße. 1884 ließ der damalige Keldenicher Pastor Josef Barth das kleine Gebäude errichten und weihte es der „Allerseligsten Jungfrau und Mutter von der immer währenden Hilfe“, wohl als Folge der Marienerscheinung 1858 in Lourdes.
1892 ließ Dechant Wolfgarten, von 1891 bis 1931 Pastor in Keldenich, 54 Lindenbäume in Form einer Allee pflanzen (Foto rechts), die von Keldenicher Familien für je 2 Mark gekauft wurden. Seit der Errichtung der Kapelle zieht jedes Jahr am 1. Mai eine Lichterprozession dorthin, an der auch die Schützen der St. Brigida-Bruderschaft teilnehmen. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kapelle und das Gelände drum herum zu pflegen.

(Rechts unten das Innere der Kapelle)

Beim diesjährigen Bezirksschützenfest ließen die Keldenicher den Hut rund gehen und sammelten 650 €, die der Bezirksverband dann auf glatte 700 € aufstockte. Hier zählen (v.l.): Bezirksbundesmeister Christoph Kammers, Bezirkspräses Michael Krosch und Kall's Altbürgermeister Hans Kaiser.
Die alljährliche Sammlung anlässlich des Bezirksschützenfestes erfolgt für einen guten Zweck und wird jeweils in der Gemeinde der ausrichtenden Bruderschaft verwendet. Da lag die Idee nahe, neue Bänke für den Weg zur Lourdes-Kapelle anzuschaffen. Die Schützen wurden bei der Firma Garten- und Landschaftsbau Trautmann in Kall fündig, bei der sie zwei massive Holzbänke erstanden – für den guten Zweck zu einem Sonderpreis.
Eine davon steht jetzt kurz vor der Kapelle und lädt Jede/n zum Verweilen ein.

Zum ersten Probesitzen erschienen (v.l.) der Präses der Bruderschaft Diakon Bernhard Steyer, die stv. Bezirksbundesmeisterin Kathi Koenn aus Reifferscheid, der Vorsitzende der Keldenicher Bruderschaft Heinz-Peter Metzen, Bezirkskönig Franz-Georg Knoll aus Marmagen und Bezirksbundesmeister Christoph Kammers aus Gemünd.

Die zweite Bank wird im Frühjahr am Eingang zur Allee aufgestellt, allerdings muss der Platz dafür erst eingeebnet und befestigt werden. Außerdem würden die Schützen gerne den Weg zwischen Lourdesstraße und Allee mit einem Geländer versehen, um das abfallende Teilstück zur Kapelle sicherer zu machen. Metzen wandte sich bereits hiflesuchend an Kall's Bürgermeister Hermann Josef Esser. Wenn der Bauhof das Material zur Verfügung stellt, steht einer Umsetzung durch die Schützen nichts mehr im Wege.